Dr. Helmut Hein

Veranstaltungshinweis

Die weibliche Schrift: Fleißer, Bachmann, Müller, Jelinek

Veranstaltungsreihe: Literarischer Salon
Termin: Donnerstag, der 11.04.2019 um 19:30 Uhr
Ort: Thon-Dittmer-Palais, Lesehalle, Haidplatz 8, 93049 Regensburg

Natürlich waren auch Autorinnen wie Katherine Mansfield, Virginia Woolf oder Sylvia Plath für die Entwicklung einer weiblichen Ästhetik entscheidend. Dieser Salon konzentriert sich aber auf deutschsprachige Autorinnen, vor allem auf Marieluise Fleißer, Ingeborg Bachmann und die Nobelpreisträgerinnen Herta Müller und Elfriede Jelinek. Sehen Frauen Dinge, die Männer nicht wahrnehmen (wollen)? Oder ist die Idee einer “weiblichen Schrift” nur ein spät-patriarchales Fantasma, selbst wenn sie von Frauen vertreten wird? Auch Männer schreiben über Erotik und Sexualität, Macht und Politik, aber Frauen tun es oft drängender, intensiver. Die entscheidende Frage wäre: Tun sie es auch anders? Und warum sind bei ihnen die „Fröste der Freiheit“ (Fleißer), die offenbar zur Geschichte der Emanzipation des Subjekts gehören, spürbarer und die Verlassenheit größer?

 

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